Kleine Hunde richtig füttern: Warum “ weniger“ vom gleichen nicht ausreicht!

Kleine Hunde richtig füttern.

Der Stoffwechsel: Warum kleine Hunde richtig füttern mehr als nur Kalorienzählen ist

Viele Hundebesitzer möchten ihre kleinen Hunde richtig füttern, machen aber oft den Fehler zu denken: Ein kleiner Hund braucht einfach nur weniger Futter als ein großer. Doch das ist ein gefährlicher Irrtum. Wenn Sie kleine Hunde richtig füttern wollen, müssen Sie deren rasanten Stoffwechsel und die speziellen biologischen Spielregeln kennen.

Ein kleiner Hund ist kein „großer Hund im Miniformat“. Von seinem rasanten Stoffwechsel über die Anatomie seines Kiefers bis hin zur überdurchschnittlich hohen Lebenserwartung – kleine Rassen haben völlig eigene biologische Spielregeln. Wenn wir diese missachten, riskieren wir Zahnprobleme, Übergewicht, Diabetes oder Nährstoffmangel.

In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es bei der Ernährung von Malteser, Chihuahua, Doodle & Co. wirklich ankommt. Wir zeigen dir die praxisnahen Unterschiede und wie die richtige Fütterung den Alltag und die Lebensqualität deines kleinen Lieblings nachhaltig verbessert.

Was oft unterschätzt wird, auch das Verhalten ist sehr stark mit der Ernährung verknüpft. Viele kleine Hunde gelten als hyperaktiv oder schwer erziehbar. Daskann sehr stark über die Ernährung beeinflusst werden.

1. Warum die Energiedichte entscheidend ist, um kleine Hunde richtig zu füttern

Kleine Hunde haben im Verhältnis zu ihrem Körper oft einen deutlich höheren Energiebedarf als große Hunde. Das klingt im ersten Moment widersprüchlich, ist aber der wichtigste Punkt für eine gesunde Fütterung. Ein Chihuahua, Havaneser oder Malteser braucht nicht einfach „wenig“, sondern eine kleine Menge Futter, die wirklich etwas leisten muss. Deshalb müssen wir sehr genau in den Napf schauen, damit wir kleine Hunde richtig füttern.

🟠 Das bedeutet für dich in der Praxis:

  • Nährstoffdichte statt Masse: Die Portion muss hochkonzentriert nährstoffreich sein.
  • Leichte Verdaulichkeit: Hochwertige Zutaten entlasten den kleinen Magen.
  • Disziplin bei Extras: Jedes Leckerli muss konsequent in die Tagesration eingerechnet werden.
  • Stabilität: Häufige, abrupte Futterwechsel sollten vermieden werden.
  • Gewichtskontrolle: Die Tagesmenge muss regelmäßig an das Aktivitätslevel angepasst werden.

Stell dir vor, ein Hund mit 4 kg Körpergewicht bekommt über den Tag verteilt ein kleines Stück Käse, ein paar Trainingsleckerli und einen winzigen Happen vom Tisch.

Für uns Menschen wirkt das wie „fast nichts“. Für diesen kleinen Hund kann das aber bereits bis zu 20 % seines gesamten Tagesbedarfs ausmachen.

Vorher: Er bekommt doch nicht viel.

Besser gedacht: Für seine Größe ist das bisschenvielleicht schon eine ganze mahlzeit zu viel.

2. Zahnstein & Gebiss – Warum kleine Mäuler mehr Aufmerksamkeit brauchen

Kleine Hunde haben kleine Mäuler, aber oft fast genauso viele Zähne wie große Hunde. Die Folge: Die Zähne stehen extrem eng, Futterreste bleiben leichter hängen und Zahnbelag entsteht im Zeitraffer. Wichtig zu wissen: Auch kleine Rassen haben ein Raubtiergebiss.

  • Dauerhafter Mundgeruch
  • Schmerzen beim Kauen (wird oft als „Mäkeligkeit“ missverstanden)
  • Futterverweigerung oder Unruhe
  • Berührungsempfindlichkeit am Kopf

Trockenfutter allein ist keine ausreichende Zahnpflege. Viele kleine Hunde schlucken die kleinen Kroketten einfach im Ganzen herunter, statt sie wirklich zu kauen. In diesem Fall gibt es keinen Abrieb und der Zahnbelag wächst ungehindert weiter.

  • Regelmäßiger Blick ins Maul: Verfärbungen frühzeitig erkennen.
  • Passende Kauartikel: Wähle natürliche Kausnacks, die wirklich zum Kauen anregen.
  • Hochwertige Basis: Eine Ernährung ohne unnötigen Zucker oder Füllstoffe reduziert die Plaque-Bildung.
  • Ursachenforschung: Bei schlechtem Atem nicht nur blind das Futter wechseln, sondern die Zähne prüfen.
  • Profi-Check: Regelmäßige Zahnkontrolle beim Tierarzt einplanen.
Zahnstein kleine Hunde , Bolonka Zwetna

Merksatz: Wenn ein kleiner Hund plötzlich „mäkelig“ wird, ist der erste Weg nicht unbedingt zum neuen Futterbeutel, sondern ein Blick auf die Zähne!

3. Kleiner Magen, große Ansprüche – Warum Qualität vor Quantität geht

Ein kleiner Hund hat – wenig überraschend – einen sehr kleinen Magen. Was viele jedoch unterschätzen: In diesen winzigen Magen passt nur eine begrenzte Menge an Nährstoffen pro Tag. Das macht die Qualität jeder einzelnen Rationen überlebenswichtig. Damit wir kleine Hunde richtig füttern, müssen wir sehr genau auf die Deklarationen achten.

🟠 Die Gefahr von „leeren“ Füllstoffen

Wenn ein Futter zu viele Füllstoffe (wie Getreide oder billige Nebenerzeugnisse) enthält, ist der kleine Magen schnell voll, bevor der Hund alle Vitamine und Mineralien aufgenommen hat, die er braucht.

  • Die Folge: Der Hund wirkt satt, ist aber auf Zellebene unterversorgt. Das sieht man oft an stumpfem Fell oder fehlender Energie.

🟠 Sensibilität & Verdauung

Kleine Rassen (besonders Doodles, Malteser & Co.) neigen häufig zu einem sensiblen Verdauungssystem. Da der Darmtrakt beim Fleischfresser kürzer ist, muss die Nahrung extrem leicht verdaulich sein.Wenn wir kleine Hunde richtig füttern wollen, sollte der Fleischanteil im Futter min 70% betragen.

  • Symptome im Alltag: Häufiger weicher Kot, Blähungen oder ein „gluckernder“ Bauch sind oft Zeichen dafür, dass das Futter den kleinen Körper überfordert.
  • Die Strategie: Setze auf hochwertige Proteine (z.B. Lachs oder Lamm oder ein Fleischmix) und gut verträgliche Kohlenhydrate. Bei unverträglichkeiten benutze besser Amarant, Hirse oder Buchweizen. Je natürlicher die Zutatenliste, desto besser für den kleinen Magen.

4. Kleine Hunde und Verdauung – Warum sie oft empfindlich reagieren

Viele Besitzerinnen kleiner Hunde kennen das Auf und Ab: Heute frisst der Hund gut, morgen mäkelt er. Mal ist der Kot perfekt, dann wieder zu weich. Oft kommen Bauchgrummeln, Blähungen oder vermehrtes Grasfressen hinzu.

Nicht jeder kleine Hund hat von Natur aus eine empfindliche Verdauung.

  • Zu schnelle Futterwechsel: Der Darm hat keine Zeit, sich anzupassen.
  • Snack-Dschungel: Zu viele verschiedene Leckerli durcheinander.
  • Fett-Falle: Zu fettige Kauartikel oder Tischreste (Wurst, Käse).
  • Stress & Unruhe: Schlägt kleinen Hunden oft direkt auf den Magen.
  • Anatomie: Zu große Futterstücke, die unzerkaut geschluckt werden.

Ich beobachte oft, dass Halterinnen in bester Absicht zu schnell reagieren. Sobald der Hund einmal schlecht frisst, wird sofort eine neue Sorte geöffnet. Dann kommt noch etwas Leberwurst dazu, später ein anderer Snack.

Das Ergebnis: Am Ende ist das Verdauungssystem völlig überfordert und niemand weiß mehr, worauf der Hund eigentlich reagiert hat. Wenn wir kleine Hunde richtig füttern wollen,müssen wir die Mahlzeit – Taktikenanpassen.

🟠 So bringst du Ruhe in den Magen:

  • Futter klar auswählen: Entscheide dich für eine hochwertige Sorte.
  • Langsam umstellen: Gib dem Darm mindestens 7–10 Tage Zeit für einen Wechsel.
  • Leckerli-Diät: Reduziere Extras auf ein Minimum, bis sich der Magen beruhigt hat.
  • Beobachten statt Handeln: Kot und Verhalten über mehrere Tage prüfen, statt täglich neu zu entscheiden.
  • Routine schenken: Feste Zeiten geben Sicherheit – auch für die Verdauung.

Kleine Hunde brauchen beim Futter keine ständige Abwechslung, sondern eine klare, verlässliche Routine.

5. Erziehung am Napf – kleine Hunde richtig füttern trotz Mäkeligkeit

Besonders bei kleinen Rassen wie Bolonka, Malteser, Yorkie oder den beliebten Doodles ist das Thema Mäkeligkeit ein Dauerbrenner.Hier ist das Thema kleinen Hunde richtig füttern auch einen Erziehungsmaßnahme. Doch bevor wir das Futter wechseln, müssen wir eine wichtige Frage klären: Hat dein Hund es vielleicht einfach gelernt?

„Wenn ich warte, kommt etwas Besseres (Käse, Wurst, Topping).“

„Wenn ich den Napf ignoriere, bekomme ich Aufmerksamkeit.“

Lernbeispiel:

  1. Lerneffekt für den Hund: : Futter ist verlässlich, aber der Napf ist keine Verhandlungsbasis.

Vergesse bitte nie “ Dein Hund hat den ganzen Tag Zeit um dich genau zu studieren und dein Verhalten auszuspionieren und zu seinen gunsten zu nutzen. Das ist einen angeborene Überlebensstrategie…oder hat er dich einfach gutverzogen?

6. Wann ist es wirklich Mäkeligkeit?

Natürlich gibt es Gründe, warum ein kleiner Hund das Futter verweigert, die nichts mit Sturheit zu tun haben:

  • Zahnprobleme: Wie wir gelernt haben, verursachen Entzündungen Schmerzen beim Kauen.
  • Übelkeit/Sodbrennen: Kleine Hunde neigen zu Übersäuerung, besonders wenn die Pausen zwischen den Mahlzeiten zu lang sind (daher rührt oft das morgendliche Verweigern).
  • Unverträglichkeiten: Wenn das Futter Bauchweh verursacht, meidet der Hund den Napf.

Mein Praxis-Tipp:
Schließe zuerst gesundheitliche Probleme aus. Wenn dein Hund aber Leckerli gierig nimmt, sein normales Futter aber verschmäht, bist du wahrscheinlich stolzer Besitzer eines sehr geschickten kleinen „Verhandlers“. Erziehungsmaßnahme.

7. Gelenke und Bewegung – Schlanksein als Gesundheitsvorsorge

Kleine Hunde haben andere körperliche Schwachstellen als große Hunde. Während bei großen Rassen oft die Hüfte das Problem ist, spielt bei kleinen Rassen die Kniescheibe (Patellaluxation) eine zentrale Rolle. Auch der Rücken und die Gelenke werden bei jedem Schritt beansprucht.

Kleine Hunde richtig füttern, damit diese nicht zu dick werden
kleine Hunde richtig füttern damit sie nicht zu dick werden

Futter kann Gelenkprobleme nicht wegzaubern, aber es ist der wichtigste Hebel, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten.

🟠Worauf es ankommt:

  • Idealgewicht halten: Jedes Gramm zu viel belastet die kleinen Gelenke überproportional.
  • Hochwertige Eiweißquellen: Unterstützen den Erhalt einer starken Muskulatur, die die Gelenke stützt.
  • Passende Portionen: Keine dauerhafte Überfütterung durch zu viele „gut gemeinte“ Extras.

Ein kleiner Hund muss nicht rund sein, um gut versorgt zu sein. Viele kleine Hunde wirken mit Idealgewicht erst einmal „zu schlank“, weil wir uns oft an das Bild von zu runden Hunden gewöhnt haben.

8. Verhalten und Fütterung – Der Napf als Spiegel der Seele

Nicht jedes Verhalten kommt vom Futter – das wäre zu einfach. Aber die Fütterung beeinflusst das Verhalten massiv. Besonders bei kleinen Hunden sieht man oft den Zusammenhang zwischen Verdauung, Energielevel und innerer Unruhe.

Ein Hund, der Bauchweh hat, schlecht verdaut oder durch ständige Snacks in einer permanenten Erwartungshaltung lebt, kann deutlich unruhiger wirken.

Auch ein hoher Kohlenhydrateanteil (Getreide) bewirkt oft eine hyperaktivität.

Ein oft übersehener Faktor im Verhalten ist der Getreideanteil im Futter. Billiges Getreide besteht aus komplexen Kohlenhydraten, die der Körper während der Verdauung in Zucker (Glukose) umwandelt.

🟠Was das für das Verhalten bedeutet:

  • Hyperaktivität: Besonders bei kleinen Hunden mit ihrem schnellen Stoffwechsel schießt der Blutzuckerspiegel nach einer getreidelastigen Mahlzeit steil nach oben. Der Hund bekommt einen „Energie-Flash“, wird hibbelig und bellt oft grundlos.
  • Konzentrationsschwäche: Ein Hund, der unter diesem „Zuckerschub“ steht, kann viel schlechter lernen. Er ist ständig aufgebracht, kann sich im Training nicht fokussieren und wirkt oft unansprechbar.
  • Dauerstress: Da der Blutzuckerspiegel nach dem Hoch auch schnell wieder abfällt, entstehen Stimmungsschwankungen. Der Hund findet keine Ruhe.

Ein hochwertiges, getreidefreies oder getreidearmes Futter sorgt für eine gleichmäßige Energiefreisetzung. Dein Hund bleibt dadurch mental stabiler, aufmerksamer und ist im Alltag deutlich gelassener.

9. Ist Trockenfutter für kleine Hunde geeignet?

Diese Frage bekomme ich tatsächlich sehr oft gestellt.

Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an.Trockenfutter hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Gerade im Hochleistungsbereich kann eine hohe Energiedichte sinnvoll sein — zum Beispiel bei sehr aktiven Hunden, die täglich viele Stunden körperlich arbeiten oder extremen Belastungen ausgesetzt sind. Solche Leistungen lassen sich mit einer reinen Nassfütterung manchmal nur schwer abdecken.

Im normalen Alltag kleiner Familienhunde sehe ich jedoch häufig andere Herausforderungen.

Kleine Hunde haben einen schnellen Stoffwechsel, aber gleichzeitig nur ein sehr kleines Magenvolumen. Genau deshalb muss jede Portion möglichst hochwertig, nährstoffreich und leicht verwertbar sein.

Viele Trockenfutter enthalten jedoch größere Mengen an Stärke oder anderen Füllstoffen, damit die Kroketten überhaupt hergestellt werden können. Gleichzeitig sind sie oft sehr energiereich. Das Problem dabei: Kleine Hunde reagieren auf unausgewogene Ernährung häufig deutlich schneller als große Hunde.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Feuchtigkeit. Trockenfutter enthält kaum Wasser. Kleine Hunde trocknen schneller aus und trinken in der Praxis oft nicht ausreichend nach. Genau das beobachte ich über die Jahre immer wieder.

Auch im Hundesalon fallen bestimmte Muster auf: Hunde, die überwiegend stark verarbeitetes Trockenfutter bekommen, zeigen häufiger stumpfes oder klebrig-fettiges Fell, Hautprobleme oder Verdauungsauffälligkeiten.

🚩Nicht jedes Trockenfutter ist automatisch schlecht. Entscheidend sind immer die Qualität der Zutaten, die Deklaration und die gesamte Zusammensetzung des Futters.

🚩Und natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Hochwertiges Nassfutter wirkt im ersten Moment oft teurer. In der Praxis relativiert sich das für viele Halter jedoch schnell, wenn Verdauung, Fell, Gewicht und allgemeines Wohlbefinden stabiler werden.

Aus meiner persönlichen Erfahrung profitieren viele kleine Hunde langfristig deutlich mehr von einer möglichst natürlichen, feuchten und hochwertig zusammengesetzten Ernährung.

Fazit: Kleine Hunde richtig füttern ist Herzenssache und Fachwissen

Wie du siehst, ist es kein Hexenwerk, kleine Hunde richtig zu füttern – aber es erfordert einen geschärften Blick für die Details. Ein kleiner Magen verzeiht keine minderwertige Qualität, und ein eng stehendes Gebiss braucht die richtige Unterstützung, um Zahnstein beim kleinen Hund vorzubeugen.

In meinen 30 Jahren Praxis habe ich gelernt: Die Ernährung ist das Fundament für ein langes, gesundes Hundeleben ohne ständige Magenprobleme oder unnötige Tierarztbesuche. Wenn du kleine Hunde richtig füttern willst, entscheide dich für Nährstoffdichte statt für leere Füllstoffe und bleib konsequent bei der Routine. Dein kleiner Liebling wird es dir mit Energie und glänzendem Fell danken

kleine Hunde richig füttern

🟠Achte besonders auf diese Zeichen:

  • Wechselhaftes Fressen: Dein Hund mäkelt häufig ohne ersichtlichen Grund.
  • Verdauungssignale: Häufige Blähungen, weicher oder ständig wechselnder Kot.
  • Maulhygiene: Starker Mundgeruch oder bereits sichtbarer Zahnstein.
  • Gewicht & Hunger: Er nimmt schnell zu oder bettelt ununterbrochen.
  • Verhalten: Er wirkt innerlich unruhig oder verträgt Futterwechsel extrem schlecht.
  • Haut & Pfoten: Er leckt sich häufig die Pfoten oder kratzt sich oft.
  • Das „Leberwurst-Syndrom“: Du hast das Gefühl, ständig etwas untermischen zu müssen, damit er überhaupt frisst.

Wichtiger Hinweis: Diese Anzeichen bedeuten nicht automatisch, dass dein Hund krank ist. Aber sie sind ein deutliches Signal: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Gerade bei kleinen Hunden kann eine wirklich passende Fütterung unglaublich viel Ruhe und Lebensqualität in den Alltag bringen.

Wie viel Futter braucht ein kleiner Hund wirklich?

Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind immer:

  • Gewicht
  • Alter
  • Aktivität
  • Stoffwechsel
  • Kastration
  • Gesundheitszustand und vor allem die Qualität des Futters

Genau deshalb habe ich diesen Ratgeber erstellt. Denn viele Halter unterschätzen, wie viele Faktoren bei kleinen Hunden tatsächlich eine Rolle spielen.

Ein Chihuahua benötigt natürlich deutlich weniger Futtermenge als ein Labrador. Trotzdem muss sein kleiner Körper optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Kleine Hunde haben oft einen schnellen Stoffwechsel, gleichzeitig aber nur ein sehr kleines Magenvolumen.

Viele Menschen orientieren sich deshalb ausschließlich an den Grammangaben auf der Verpackung. Diese Werte sind jedoch meist nur grobe Richtwerte und berücksichtigen den einzelnen Hund oft nicht ausreichend.

Aus meiner Erfahrung reagieren kleine Hunde besonders schnell auf Über- oder Unterversorgung. Deshalb lohnt es sich immer, nicht nur auf die Menge zu achten, sondern auch auf:

  • Energie
  • Fell
  • Verdauung
  • Gewicht
  • Aktivität
  • und die Zusammensetzung des Futters.

Gerade bei kleinen Hunden kann eine individuelle Einschätzung oft sinnvoller sein als pauschale Fütterungstabellen.


Warum reagieren kleine Hunde oft empfindlich auf Futter?

Kleine Hunde reagieren auf Futterveränderungen häufig deutlich schneller als große Hunde. Das liegt unter anderem am schnellen Stoffwechsel, dem kleinen Verdauungssystem und der oft sehr empfindlichen Darmflora.

Schon kleine Veränderungen bei Zutaten, Fettgehalt, Zucker, künstlichen Zusätzen oder minderwertigen Füllstoffen können sich bemerkbar machen — zum Beispiel durch:

  • weichen Kot
  • Blähungen
  • Bauchgeräusche
  • Mäkeligkeit
  • Juckreiz
  • oder häufiges Grasfressen.

Gerade kleine Hunde werden außerdem oft mit vielen verschiedenen Snacks, Kauartikeln oder Tischresten gefüttert. Dadurch bekommt der Verdauungstrakt kaum Ruhe.

Viele kleine Hunde werden schnell als „mäkelige Fresser“ abgestempelt. Dabei steckt dahinter oft ein empfindlicher Magen oder dauerhaftes Unwohlsein nach dem Fressen.

Sobald man ein Futter findet, das wirklich gut vertragen wird, verändert sich das Verhalten vieler Hunde plötzlich komplett. Aus einem angeblich mäkeligen Hund wird auf einmal ein Hund, der sich wieder richtig auf seine Mahlzeiten freut.

Aus meiner Erfahrung reagieren kleine Rassen besonders gut auf eine möglichst klare, hochwertige und übersichtliche Fütterung mit wenigen, gut verträglichen Zutaten.


Ist Trockenfutter für kleine Hunde geeignet?

Trockenfutter hat grundsätzlich seine Daseinsberechtigung. Gerade bei großen aktiven Hunden kann die hohe Energiedichte sinnvoll sein.

Im Alltag kleiner Hunde sehe ich jedoch häufig Herausforderungen wie:

  • zu wenig Feuchtigkeit
  • hohe Kaloriendichte
  • viele Füllstoffe
  • empfindliche Verdauung
  • oder stumpfes Fell.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Futterart, sondern vor allem die Qualität der Zutaten und die gesamte Zusammensetzung des Futters.

Viele kleine Hunde profitieren langfristig von einer möglichst natürlichen und feuchten Ernährung deutlich mehr.


Warum haben kleine Hunde so oft Zahnstein?

Zahnstein gehört leider zu den häufigsten Problemen kleiner Hunderassen. Dabei spielen sowohl genetische Faktoren als auch die tägliche Ernährung eine wichtige Rolle.

Im Hundesalon erlebe ich immer wieder kleine Hunde mit starken Zahnproblemen, lockeren Zähnen oder bereits gezogenen Zähnen. Für viele Besitzer gehört das leider schon fast zum Alltag kleiner Rassen.

Oft wird behauptet, Trockenfutter würde die Zähne reinigen. In der Praxis sieht das jedoch meist anders aus. Kleine Hunde besitzen ein sehr eng stehendes Raubtiergebiss. Die meisten Kroketten werden deshalb eher geschluckt als wirklich gekaut.

Das Gebiss des Hundes ist ursprünglich dafür gemacht, Beute grob zu zerkleinern und herunterzuschlingen — nicht, um harte Kroketten langsam zu zermahlen. Zusätzlich besitzt der Hund im Mund kaum Verdauungsenzyme wie wir Menschen.

Auch Zucker, Stärke und stark verarbeitete Zutaten können Zahnbelag zusätzlich fördern.

Aus meiner Erfahrung helfen zur natürlichen Zahnreinigung oft eher passende Kauartikel oder größere Knochen, die der Hund nicht einfach herunterschlucken kann.

Es gibt letztlich keine Kekse, die Zahnstein wirklich verhindern.


Wie stelle ich meinen kleinen Hund richtig auf neues Futter um?

Gerade kleine Hunde reagieren oft empfindlich auf plötzliche Futterwechsel. Deshalb lohnt es sich, die Umstellung ruhig und Schritt für Schritt anzugehen.

Wichtig sind dabei:

  • klare Zutaten
  • wenig zusätzliche Snacks
  • Ruhe im Verdauungssystem
  • und eine gute Beobachtung von Kot, Appetit und Verhalten.

Eine ausführliche Anleitung zur Futterumstellung bei kleinen Hunden findest du hier in meinem kostenlosen Futterguide.


Manuela Franck zertifizierte Ernährungscoach für Hunde& Katzen

Lass uns gemeinsam in den Napf schauen

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Ich freue mich darauf, dich bei der Ernährung kleiner Hunde zu untersützen.

Deine Manuela & Ray

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