Warum hat mein Hund tränende Augen?

Ursachen, Tränenflecken und was wirklich helfen kann

Hunde tränende Augen

Viele Halter kleiner Hunde kennen dieses Problem nur zu gut:

Du pflegst deinen Hund regelmäßig, achtest auf sein Fell und möchtest, dass er gesund und gepflegt aussieht. Doch unter den Augen entstehen immer wieder braune oder rötliche Verfärbungen. Das Fell wirkt feucht, verfärbt oder verklebt und egal wie oft du es reinigst – die Flecken kommen zurück.

Gerade bei weißen und hellen Hunden empfinden viele Besitzer diese Tränenflecken als störend, weil der Hund dadurch ungepflegt oder sogar krank wirkt. Oft werden die Verfärbungen deshalb als reines Schönheitsproblem angesehen.

Doch tränende Augen sind nicht immer nur ein optisches Thema.

Hinter den Verfärbungen können harmlose anatomische Besonderheiten stecken, manchmal aber auch Reizungen, Entzündungen, Allergien oder andere Ursachen, die näher betrachtet werden sollten.

Besonders häufig betroffen sind Malteser, Havaneser, Bolonkas, Bichon Frisés, Shih Tzus und andere kleine Hunderassen mit hellem Fell.

Wichtig zu wissen: Auch Hunde mit braunem oder schwarzem Fell können unter tränenden Augen leiden. Die Verfärbungen fallen dort lediglich deutlich weniger auf und werden oft durch die Fellfarbe verdeckt.

Das Wichtigste auf einen Blick

✅ Tränenflecken entstehen meist durch natürliche Farbstoffe (Porphyrine) in der Tränenflüssigkeit.

✅ Besonders häufig betroffen sind kleine und hellhaarige Hunderassen wie Malteser, Havaneser oder Bolonkas.

✅ Ursachen können verengte Tränenkanäle, Augenreizungen, Fellkontakt, Allergien oder andere gesundheitliche Faktoren sein.

✅ Pflegeprodukte können Verfärbungen reduzieren, beseitigen aber nicht immer die eigentliche Ursache.

✅ Bei plötzlich auftretendem, einseitigem oder starkem Tränenfluss sollte ein Tierarzt die Augen untersuchen.

✅ Neben der Pflege lohnt sich oft auch ein Blick auf die allgemeine Gesundheit, Verdauung und Ernährung des Hundes.

Mein Hund hat tränende Augen – muss ich mir Sorgen machen?

Wenn die Augen deines Hundes tränen, ist das nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Tränen haben eine wichtige Aufgabe: Sie befeuchten das Auge, schützen vor Austrocknung und helfen dabei, Staub, Schmutz oder kleine Fremdkörper aus dem Auge zu spülen.

Gelegentlich tränende Augen sind daher völlig normal. Besonders bei Wind, Pollenflug oder nach einem Spaziergang können die Augen kurzfristig stärker tränen.

Anders sieht es aus, wenn die Augen dauerhaft feucht sind, sich braune Verfärbungen im Fell bilden oder zusätzlich Symptome wie Rötungen, Schwellungen, Juckreiz oder Ausfluss auftreten. Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Viele Hundehalter betrachten Tränenflecken zunächst als reines Schönheitsproblem. Tatsächlich können tränende Augen jedoch ein Hinweis darauf sein, dass etwas die Augen reizt oder die Tränenflüssigkeit nicht richtig abfließen kann.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen steckt keine schwerwiegende Erkrankung dahinter. Trotzdem sollte die Ursache möglichst früh erkannt werden, damit sich aus einem kleinen Problem keine dauerhafte Reizung oder Entzündung entwickelt.

Warum hat ein kleiner Hund tränende Augen?

Tränende Augen Malteser

Viele kleine Hunderassen bringen von Natur aus einige Voraussetzungen mit, die tränende Augen begünstigen können.

Dazu gehören unter anderem große Augen, kurze Schnauzen, enge Tränenkanäle oder ein dichter Fellwuchs im Gesichtsbereich. Dadurch reagieren die Augen oft empfindlicher auf Wind, Staub, Pollen oder kleine Fremdkörper.

Besonders häufig betroffen sind Malteser, Havaneser, Bolonkas, Bichon Frisés, Shih Tzus und andere kleine Hunderassen mit hellem Fell. Bei ihnen fallen die typischen rötlich-braunen Verfärbungen unter den Augen besonders schnell auf.

Viele Hunde zeigen die ersten Tränenflecken bereits im Welpenalter. Häufig wachsen die Haare rund um die Augen zunächst ungünstig und können die Augen zusätzlich reizen. Mit zunehmendem Alter verwächst sich dieses Problem bei manchen Hunden teilweise von selbst, wenn das Fell länger wird und natürlicher nach unten fällt.

Deshalb lohnt es sich, nicht nur die Verfärbungen zu betrachten, sondern auch auf die Fellpflege und den Haarwuchs rund um die Augen zu achten.

💡 Praxis-Tipp aus dem Hundesalon

Das kannst du kosmetisch selbst tun , um am Hund tränende Augen zu vermeiden

  • Bei vielen Welpen können die Haare im Augenbereich vorübergehend die Augen reizen.
  • Wenn es die Anatomie zulässt, hilft oft etwas Geduld, bis das Fell lang genug nach unten fällt.
  • Ich empfehle die Haare vorsichtig mit etwas Vaseline oder Kaufmanns Haut- und Kindercreme nach unten, damit die Tränenflüssigkeit besser ablaufen kann.
  • Wichtig: Niemals Creme direkt ins Auge bringen. Werden die Haare regelmäßig zu kurz abgeschnitten, können die nachwachsenden Spitzen die Augen erneut reizen.
  • Dann muss man in einem 14 Tage intervall die Haare kurz
    schneiden. Hierzu empfehle ich, einen Männer Bartschneider
    zu verwenden. ( Diese bekommt man in Discauter schon für kleines
    Geld)
  • Wer mit einer Schere arbeitet, sollte eine gebogene verwenden, damit die Spitze der Scherer nicht in Richtung der Augen zeigt. So verhindert man schwere Verletzungen.

Die häufigsten Ursachen für tränende Augen beim Hund

Tränende Augen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern meist ein Symptom. Die eigentliche Ursache kann von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein.

Während bei manchen Hunden eine anatomische Besonderheit dahintersteckt, reagieren andere auf Reizungen, Entzündungen oder Umweltfaktoren. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen und nicht nur die sichtbaren Tränenflecken zu behandeln.

Im Folgenden findest du die häufigsten Ursachen für tränende Augen bei Hunden.

Verengte oder verstopfte Tränenkanäle

Normalerweise wird die Tränenflüssigkeit über die sogenannten Tränenkanäle in Richtung Nase abgeleitet. Funktioniert dieser natürliche Abfluss nicht richtig, läuft die Tränenflüssigkeit über den Augenrand und gelangt auf das Fell.

Besonders bei kleinen Hunderassen kommen verengte Tränenkanäle oder anatomische Besonderheiten häufiger vor. Die Folge sind dauerhaft feuchte Stellen unter den Augen und die typischen Tränenflecken.

Viele Hunde zeigen dieses Problem bereits im Welpenalter. Manche Hunde wachsen sich mit zunehmendem Alter teilweise aus, bei anderen bleibt die Veranlagung lebenslang bestehen.

Wenn die Augen dauerhaft stark tränen oder sich die Situation plötzlich verschlechtert, sollte der Tierarzt die Tränenkanäle und die Augen genauer untersuchen.

lohnt sich gerade bei Welpen ein genauer Blick auf den Zeitpunkt, wann die Probleme erstmals auftreten. Zeigt ein Hund bereits von klein auf tränende Augen, obwohl er hochwertig ernährt wird und keine weiteren Auffälligkeiten zeigt, steckt häufig eine anatomische Ursache dahinter. In solchen Fällen sind verengte Tränenkanäle oder andere angeborene Besonderheiten oft wahrscheinlicher als eine ernährungsbedingte Ursache.

Deshalb sollte man bei Tränenflecken immer das Gesamtbild betrachten und nicht vorschnell dem Futter die Schuld geben. Manche Probleme entstehen tatsächlich durch die Anatomie des Hundes und begleiten ihn ein Leben lang.

Auch wenn tränende Augen häufig anatomische Ursachen haben, lohnt sich grundsätzlich immer ein Blick in den Napf. Eine hochwertige, möglichst naturbelassene Ernährung kann dazu beitragen, den Organismus, das Immunsystem sowie Haut und Fell optimal zu unterstützen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, woran du hochwertiges Futter erkennst und welche Rolle die Ernährung für die Gesundheit deines Hundes spielt, findest du hier weitere Informationen:

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Haare und Wimpern reizen das Auge

Eine weitere häufige Ursache für tränende Augen sind Haare oder Wimpern, die ständig Kontakt mit der empfindlichen Augenoberfläche haben.

Tränenflecken beim Welpe

Gerade bei langhaarigen kleinen Hunderassen wachsen die Haare rund um die Augen oft direkt in Richtung Auge. Für den Hund fühlt sich das ähnlich an wie ein kleiner Fremdkörper. Das Auge versucht sich zu schützen und produziert vermehrt Tränenflüssigkeit, um die Reizung auszuspülen.

Besonders häufig sehe ich dieses Problem bei Maltesern, Havanesern, Bolonkas und Shih Tzus. Viele dieser Hunde besitzen außergewöhnlich lange Wimpern und Haare im Augenbereich. Wimpern von bis zu 2 Zentimetern Länge sind dabei keine Seltenheit.

Viele Besitzer finden diese langen Wimpern besonders hübsch und möchten sie deshalb nicht kürzen lassen. Aus optischer Sicht kann ich das gut verstehen. Aus Sicht des Hundes sind sie jedoch nicht immer von Vorteil. Berühren die Haare oder Wimpern dauerhaft die Augenoberfläche, kann dies zu Reizungen, verstärktem Tränenfluss und letztlich auch zu Tränenflecken führen.

Auch nach dem Kürzen der Haare kann das Problem vorübergehend stärker werden. Frisch nachgewachsene Haarspitzen sind häufig fester und können das Auge zusätzlich reizen, bis das Fell wieder etwas länger geworden ist.

Zugewachsenes Gesicht ShiZu Tränenflecken

Deshalb lohnt es sich, den Haarwuchs rund um die Augen regelmäßig zu kontrollieren und individuell zu entscheiden, welche Felllänge für den jeweiligen Hund sinnvoll ist.

Fremdkörper und Umweltreize

Nicht immer steckt eine dauerhafte Ursache hinter tränenden Augen. Manchmal reagieren die Augen ganz einfach auf äußere Einflüsse.

Staub, Pollen, Wind, Sand oder kleine Pflanzenteile können die empfindliche Augenoberfläche reizen. Das Auge schützt sich dann selbst, indem es vermehrt Tränenflüssigkeit produziert, um die störenden Partikel auszuspülen.

Besonders in den Frühlings- und Sommermonaten beobachte ich häufiger Hunde mit gereizten oder tränenden Augen. Nach Spaziergängen durch hohe Wiesen, Felder oder bei starkem Wind kann die Tränenproduktion vorübergehend deutlich zunehmen.

Auch Grannen stellen jedes Jahr ein großes Risiko dar. Gelangen diese kleinen Pflanzenteile ins Auge, können sie starke Reizungen, Entzündungen und erhebliche Schmerzen verursachen. Deshalb sollte man die Augen seines Hundes nach Spaziergängen regelmäßig kontrollieren.

Die gute Nachricht: Verschwinden die Reize wieder, normalisiert sich der Tränenfluss oft innerhalb kurzer Zeit von selbst. Halten die Beschwerden jedoch länger an oder zeigt das Auge zusätzliche Symptome wie Rötungen, Schwellungen oder Ausfluss, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären.

Entzündungen und andere Augenprobleme

Auch Entzündungen oder andere Erkrankungen des Auges können zu tränenden Augen führen. Dazu gehören beispielsweise Bindehautentzündungen, Verletzungen der Hornhaut, Lidfehlstellungen oder Infektionen.

Typische Anzeichen sind gerötete Augen, Schwellungen, häufiges Blinzeln, Lichtempfindlichkeit oder gelblicher Ausfluss.

Da Augenprobleme für Hunde oft schmerzhaft sind und sich schnell verschlimmern können, sollte bei solchen Symptomen immer ein Tierarzt die Ursache abklären.

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Allergien und Unverträglichkeiten

Bei manchen Hunden können auch Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten eine Rolle spielen. Die Augen reagieren dabei häufig empfindlicher und produzieren vermehrt Tränenflüssigkeit.

Typisch ist, dass tränende Augen dann nicht das einzige Symptom bleiben. Viele betroffene Hunde zeigen zusätzlich Juckreiz, Pfotenlecken, wiederkehrende Ohrenprobleme, Hautveränderungen oder Verdauungsbeschwerden.

Aus meiner Erfahrung lohnt es sich besonders dann, die Ernährung genauer zu betrachten, wenn mehrere dieser Symptome gleichzeitig auftreten. Tränenflecken allein sind noch kein Beweis für eine Futtermittelunverträglichkeit. Treten jedoch weitere Auffälligkeiten hinzu, kann ein Blick in den Napf sinnvoll sein.

Warum entstehen Tränenflecken und braune Verfärbungen?

Die braunen oder rötlichen Verfärbungen entstehen nicht direkt durch die Tränenflüssigkeit selbst. Verantwortlich sind sogenannte Porphyrine – natürliche Stoffwechselprodukte, die über Tränenflüssigkeit und Speichel ausgeschieden werden.

Kommen diese Stoffe mit Sauerstoff in Kontakt, verfärben sich die Haare rötlich-braun. Bleibt das Fell dauerhaft feucht, können zusätzlich Bakterien oder Hefepilze die Verfärbungen verstärken.

Wichtig zu wissen: Tränenflecken sind meist harmlos. Sie können jedoch darauf hinweisen, dass die Augen dauerhaft tränen oder die Haut durch die ständige Feuchtigkeit gereizt wird.

Tränenflecken sind nicht nur ein Schönheitsproblem

Viele Hundehalter stören sich zunächst vor allem an den braunen Verfärbungen. Tatsächlich steckt jedoch oft mehr dahinter. Bleibt das Fell dauerhaft feucht, verkleben die Haare rund um die Augen und bieten einen idealen Nährboden für Bakterien und Hefepilze.

In meinem Hundesalon sehe ich regelmäßig Hunde, bei denen die Verfärbungen über Monate ignoriert wurden. Häufig ist die Haut unter den verklebten Haaren dann bereits gerötet, wund oder sogar entzündet. Manche Hunde reagieren beim Reinigen der Augenpartie sehr empfindlich, weil die Haut bereits schmerzt.

Deshalb sollte man Tränenflecken nicht einfach wachsen lassen. Eine regelmäßige Reinigung der Augenpartie und das Entfernen verklebter Haare helfen dabei, Hautreizungen vorzubeugen.

Wichtig ist jedoch: Kein Pflegeprodukt beseitigt die eigentliche Ursache. Deshalb sollte immer auch geklärt werden, warum die Augen überhaupt dauerhaft tränen.

Was hilft gegen Tränenflecken beim Hund?

Die gute Nachricht: Tränenflecken lassen sich in vielen Fällen deutlich verbessern. Wichtig ist jedoch, nicht nur die Verfärbungen zu behandeln, sondern auch die Ursache der tränenden Augen im Blick zu behalten.

📌 Regelmäßige Augenpflege

Entferne Tränenflüssigkeit und Verkrustungen möglichst frühzeitig. Je länger das Fell feucht bleibt, desto stärker können sich Verfärbungen und Hautreizungen entwickeln.

📌Haare rund um die Augen kontrollieren

Zu lange Haare oder Wimpern können das Auge zusätzlich reizen. Eine regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls fachgerechte Kürzung kann helfen, den Tränenfluss zu reduzieren.

📌Geeignete Pflegeprodukte verwenden

Spezielle Augenreiniger und Tränenflecken-Entferner können die tägliche Pflege erleichtern. Sie helfen dabei, Verklebungen zu lösen und die empfindliche Haut rund um die Augen sauber zu halten.

Aus meiner Erfahrung sind sanfte Reinigung, regelmäßige Pflege und die Suche nach der eigentlichen Ursache langfristig deutlich sinnvoller als aggressive Methoden zur schnellen Aufhellung des Fells.

📌 Die Ursache finden

Tränende Augen können viele Ursachen haben. Verengte Tränenkanäle, Reizungen, Allergien oder andere gesundheitliche Probleme sollten bei dauerhaftem Tränenfluss abgeklärt werden.

📌Den Hund ganzheitlich betrachten

Gerade bei wiederkehrenden Tränenflecken lohnt sich oft auch ein Blick auf Ernährung, Verdauung und allgemeine Gesundheit. Nicht immer liegt die Ursache direkt am Auge.

Welche Rolle spielen Ernährung und Darmgesundheit?

Wenn es um tränende Augen und Tränenflecken geht, denken die meisten Hundehalter zunächst an Augenpflege, Tränenkanäle oder Fellpflege. Die Ernährung wird dagegen oft übersehen.

Aus meiner Erfahrung lohnt sich jedoch immer auch ein Blick in den Napf. Nicht weil jedes tränende Auge automatisch durch das Futter verursacht wird, sondern weil Ernährung, Verdauung, Immunsystem und Hautgesundheit eng miteinander verbunden sind.

Besonders aufmerksam werde ich, wenn zusätzlich zu den Tränenflecken weitere Auffälligkeiten auftreten. Dazu gehören beispielsweise Juckreiz, Pfotenlecken, wiederkehrende Ohrenprobleme, Verdauungsbeschwerden oder ein empfindlicher Magen.

Gerade bei solchen Hunden lohnt es sich, die Zusammensetzung des Futters genauer anzuschauen. Je natürlicher und transparenter ein Futter aufgebaut ist, desto leichter lässt sich nachvollziehen, was der Hund täglich aufnimmt.

Deshalb empfehle ich betroffenen Hundehaltern nicht nur die Augen zu pflegen, sondern den Hund immer als Ganzes zu betrachten. Manchmal liegt die Ursache direkt am Auge, manchmal lohnt sich aber auch ein Blick auf Ernährung, Verdauung und allgemeines Wohlbefinden.

Meine Erfahrung als Hundesalon und Ernährungsberatung

Aus meiner Erfahrung als Ernährungsberaterin lohnt sich eine kritische Betrachtung der Fütterung oft erstaunlich häufig. Gerade bei Hunden, die neben Tränenflecken auch zu Juckreiz, Verdauungsproblemen oder empfindlicher Haut neigen, beobachte ich nach einer Futterumstellung regelmäßig positive Veränderungen.

Besonders interessant ist dabei, dass sich Verbesserungen häufig nicht sofort an den bereits verfärbten Haaren zeigen. Das alte, braun verfärbte Fell bleibt zunächst bestehen. Mit der Zeit wächst jedoch neues Haar nach und viele Besitzer stellen fest, dass dieses deutlich heller oder sogar wieder weiß nachwächst.

Natürlich ist nicht jeder Tränenfleck allein durch die Ernährung verursacht. Dennoch gehört die Fütterung für mich immer zu den ersten Punkten, die ich überprüfe. Eine hochwertige, möglichst naturbelassene Ernährung unterstützt nicht nur Augen, Haut und Fell, sondern den gesamten Organismus.

Und genau deshalb ist die Überprüfung der Ernährung oft eine der einfachsten Maßnahmen, die ein Hundehalter selbst beeinflussen kann. Selbst wenn die Tränenflecken dadurch nicht vollständig verschwinden, profitiert häufig die allgemeine Gesundheit des Hundes von einer besseren Fütterung.

🚩Eine interessante Beobachtung aus der Praxis

Eine interessante Beobachtung aus meiner Praxis betrifft Hunde mit starken Tränenflecken, die aus anderen Gründen vorübergehend mit Antibiotika behandelt wurden, beispielsweise nach einer Operation. Immer wieder berichten Besitzer anschließend, dass sich die Verfärbungen deutlich verbessert haben oder zeitweise sogar verschwunden sind.

Das zeigt, dass neben dem Tränenfluss selbst auch Bakterien und andere Mikroorganismen eine Rolle spielen können. Die dauerhafte Feuchtigkeit im Fell bietet ihnen ideale Bedingungen. Deshalb reicht es oft nicht aus, nur die Verfärbungen wegzuwischen. Auch die Hautgesundheit, die Pflege und die möglichen Ursachen der tränenden Augen sollten berücksichtigt werden.

💡Mein Tipp:

Fütterung und Hygiene sind zwei wichtige Komponenten, die du selbst beeinflussen kannst.

Viele Hundehalter konzentrieren sich ausschließlich auf die braunen Flecken unter den Augen. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich jedoch, immer beide Seiten zu betrachten: die tägliche Pflege von außen und die Unterstützung des Organismus von innen.

Eine regelmäßige Reinigung der Augenpartie, saubere Näpfe und eine gute Fellpflege helfen dabei, Bakterien und Verklebungen zu reduzieren. Gleichzeitig kann eine hochwertige, möglichst naturbelassene Ernährung den Hund dabei unterstützen, Haut, Fell und Immunsystem optimal zu versorgen.

Gerade diese Kombination führt häufig zu den besten Ergebnissen.

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Können Tränenflecken beim Hund wieder verschwinden?

Ja, in vielen Fällen können sich Tränenflecken deutlich verbessern oder sogar vollständig zurückbilden. Entscheidend ist jedoch, die Ursache der tränenden Augen zu erkennen.

Bereits verfärbte Haare werden meist nicht wieder weiß. Häufig bleibt das betroffene Fell zunächst braun oder rötlich verfärbt und muss herauswachsen oder beim nächsten Pflegetermin entfernt werden.

Viele Hundehalter beobachten jedoch, dass neu nachwachsendes Fell deutlich heller oder sogar wieder weiß nachkommt, wenn die Ursache erfolgreich behandelt wird. Dazu können beispielsweise eine bessere Augenpflege, die Beseitigung von Reizungen oder auch eine Anpassung der Ernährung gehören.

Geduld ist dabei wichtig, denn sichtbare Veränderungen zeigen sich oft erst nach mehreren Wochen.

Kann die Ernährung Tränenflecken beim Hund beeinflussen?

Ja, bei manchen Hunden kann die Ernährung eine Rolle spielen. Besonders dann, wenn neben den Tränenflecken weitere Auffälligkeiten wie Juckreiz, Pfotenlecken, Ohrenprobleme oder Verdauungsbeschwerden auftreten.

Aus meiner Erfahrung lohnt es sich in solchen Fällen, die Fütterung genauer zu betrachten. Eine hochwertige, möglichst naturbelassene Ernährung mit transparenter Deklaration kann den Organismus, das Immunsystem sowie Haut und Fell unterstützen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Tränenfleck automatisch durch das Futter verursacht wird. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen, beispielsweise die Anatomie des Hundes, die Fellpflege, die Augenhygiene und die Ernährung.

Deshalb empfehle ich, Tränenflecken immer ganzheitlich zu betrachten und nicht nur die sichtbaren Verfärbungen zu behandeln.

Warum haben Welpen oft tränende Augen

Tränende Augen sind bei Welpen keine Seltenheit. Während des Wachstums verändern sich Kopf, Kiefer und Augenbereich ständig. Auch der Zahnwechsel kann vorübergehend Einfluss auf den Tränenabfluss haben.

Hinzu kommt, dass viele kleine Hunderassen bereits als Welpen sehr dichtes Fell im Gesichtsbereich entwickeln. Einzelne Haare oder lange Wimpern können die empfindlichen Augen zusätzlich reizen und zu verstärktem Tränenfluss führen.

In vielen Fällen verbessert sich die Situation mit zunehmendem Alter von selbst. Dennoch sollten die Augen regelmäßig kontrolliert und die Fellpflege im Augenbereich nicht vernachlässigt werden. Treten zusätzlich Rötungen, Schwellungen oder starker Ausfluss auf, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären.

Helfen spezielle Augenreiniger gegen Tränenflecken?

Spezielle Augenreiniger können eine sinnvolle Unterstützung bei der täglichen Pflege sein. Sie helfen dabei, Tränenflüssigkeit, Verkrustungen und Schmutz schonend zu entfernen, bevor sich stärkere Verfärbungen entwickeln.

Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass Augenreiniger in erster Linie die Folgen behandeln und nicht die Ursache der tränenden Augen beseitigen. Tränenkanäle, Fellwuchs, Augenreizungen oder andere Auslöser bleiben dadurch unverändert bestehen.

Aus meiner Erfahrung sind regelmäßige Pflege und Hygiene sehr wichtig, um Verklebungen, Hautreizungen und bakterielle Besiedlungen zu reduzieren. Gleichzeitig sollte jedoch immer auch geprüft werden, warum die Augen dauerhaft tränen.

Vorsicht ist bei Produkten geboten, die eine schnelle Aufhellung oder ein sofortiges Verschwinden der Tränenflecken versprechen. Gerade im empfindlichen Augenbereich sollten ausschließlich Produkte verwendet werden, die ausdrücklich für Hunde geeignet sind.

Kann Kokosöl gegen Tränenflecken beim Hund helfen?

Kokosöl wird von vielen Hundehaltern als Hausmittel gegen Tränenflecken empfohlen. Es kann die eigentliche Ursache jedoch nicht beseitigen.

Eine kleine Menge Kokosöl kann helfen, die Haare unterhalb der Augen leicht zu fetten. Dadurch läuft die Tränenflüssigkeit oft besser über die Haare ab, anstatt sich direkt im Fell festzusetzen. Gleichzeitig können Verklebungen reduziert werden.

Gerade bei Hunden mit dauerhaft tränenden Augen kann dies die tägliche Pflege etwas erleichtern. Wichtig ist jedoch, Kokosöl niemals direkt ins Auge zu bringen.

Aus meiner Erfahrung ist Kokosöl eher eine unterstützende Pflegemaßnahme. Entscheidend bleibt weiterhin, die Ursache der tränenden Augen zu finden und die Augenpartie regelmäßig sauber zu halten.

Welche Hausmittel helfen wirklich gegen Tränenflecken?

Die einfachsten Hausmittel sind oft die sinnvollsten. Regelmäßige Pflege, eine saubere Augenpartie und das frühzeitige Entfernen von Tränenflüssigkeit helfen dabei, Verkrustungen und Verfärbungen zu reduzieren.

Bewährt haben sich lauwarmes Wasser und ein weiches, fusselfreies Tuch, um die Augenpartie vorsichtig zu reinigen. Wichtig ist, Verklebungen nicht gewaltsam zu lösen, sondern zunächst aufzuweichen.

Immer wieder kursieren im Internet Tipps mit Zitronensaft, Backpulver oder anderen aufhellenden Hausmitteln. Von solchen Anwendungen rate ich ab. Die empfindliche Haut rund um die Augen und vor allem die Augen selbst können dadurch gereizt oder sogar verletzt werden.

Aus meiner Erfahrung sind regelmäßige Hygiene, Fellpflege und die Suche nach der Ursache deutlich sinnvoller als aggressive Methoden zur schnellen Aufhellung der Verfärbungen

Wann sollte ich mit meinem Hund wegen tränender Augen zum Tierarzt?

Gelegentlich tränende Augen sind bei vielen Hunden harmlos. Treten die Beschwerden jedoch dauerhaft auf oder verschlimmern sich, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn zusätzlich Symptome wie gerötete Augen, Schwellungen, gelblicher oder grünlicher Ausfluss, häufiges Blinzeln, Lichtempfindlichkeit oder Schmerzen auftreten.

Auch wenn nur ein Auge betroffen ist oder die Beschwerden plötzlich beginnen, empfiehlt sich eine Untersuchung. In solchen Fällen können beispielsweise Fremdkörper, Verletzungen, Entzündungen oder Probleme mit den Tränenkanälen dahinterstecken.

Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser lassen sich mögliche Folgeschäden und dauerhafte Reizungen vermeiden.

Können Plastiknäpfe Tränenflecken beim Hund begünstigen?

Manche Experten vermuten, dass Kunststoffnäpfe bei empfindlichen Hunden eine Rolle spielen können. Der Grund: Mit der Zeit entstehen in Plastiknäpfen feine Kratzer, in denen sich Bakterien leichter ansiedeln können.

Ob ein Plastiknapf tatsächlich die Ursache für Tränenflecken ist, lässt sich jedoch nicht pauschal sagen. Bei manchen Hunden zeigt ein Wechsel auf Edelstahl- oder Keramiknäpfe eine Verbesserung, bei anderen bleibt alles unverändert.

Aus meiner Sicht spricht dennoch wenig dagegen, auf hochwertige Keramik- oder Edelstahlnäpfe umzusteigen. Sie lassen sich meist leichter reinigen und sind hygienischer als viele Kunststoffnäpfe.

Tränenflecken haben jedoch fast immer mehrere mögliche Ursachen. Deshalb sollte man einen Napfwechsel eher als unterstützende Maßnahme und nicht als alleinige Lösung betrachten.

Sind Tränenflecken beim Hund gefährlich?

Die Tränenflecken selbst sind in den meisten Fällen nicht gefährlich. Sie sind zunächst einmal eine sichtbare Folge von dauerhaftem Tränenfluss.

Problematisch kann jedoch die ständige Feuchtigkeit werden. Bleibt das Fell rund um die Augen dauerhaft nass, können sich Verklebungen, Hautreizungen sowie Bakterien oder Hefepilze leichter entwickeln. In manchen Fällen wird die Haut unter den Verfärbungen sogar wund oder entzündet.

Deshalb sollten Tränenflecken nicht einfach ignoriert werden. Eine regelmäßige Reinigung und die Suche nach der Ursache helfen dabei, Folgeprobleme zu vermeiden.

Besonders wenn zusätzlich Rötungen, Schwellungen, Schmerzen oder Ausfluss auftreten, sollte ein Tierarzt die Augen untersuchen.

Können verstopfte Tränenkanäle Tränenflecken verursachen?

Ja. Verengte oder verstopfte Tränenkanäle gehören zu den häufigsten Ursachen für tränende Augen und Tränenflecken bei kleinen Hunden.

Normalerweise wird die Tränenflüssigkeit über die Tränenkanäle in Richtung Nase abgeleitet. Ist dieser natürliche Abfluss gestört, laufen die Tränen stattdessen über den Augenrand auf das Fell. Dort entstehen mit der Zeit die typischen rötlich-braunen Verfärbungen.

Besonders häufig betroffen sind kleine Hunderassen sowie manche Welpen und Junghunde. In einigen Fällen verbessert sich das Problem mit zunehmendem Alter, bei anderen Hunden bleibt die anatomische Veranlagung lebenslang bestehen.

Ob tatsächlich ein Problem mit den Tränenkanälen vorliegt, kann ein Tierarzt durch eine Untersuchung feststellen.

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