Hund kratzt Ohren? 7 häufige Ursachen und was wirklich hilft

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Hund kratzt Ohren, schüttelt den Kopf, hat braunen Belag im Ohr und die Ohren stinken? Viele Hundehalter kennen dieses Problem.
Manche Besitzer sagen sogar: „Ich mache die Ohren ständig sauber, aber nach wenigen Tagen sieht alles wieder genauso aus.“
Die gute Nachricht: Nicht jedes braune Hundeohr bedeutet automatisch eine schwere Ohrenentzündung. Die schlechte Nachricht: Einfach nur sauber machen löst das Problem meist nicht dauerhaft.
Hinter juckenden Ohren, braunem Ohrenschmalz oder wiederkehrenden Ohrenproblemen können ganz unterschiedliche Ursachen stecken. Von Hefepilzen und Allergien über Futtermittelunverträglichkeiten bis hin zu Entzündungen oder Fremdkörpern im Ohr ist vieles möglich.
Gerade kleine Hunderassen sind von diesen Problemen häufiger betroffen, als viele Hundehalter vermuten.
In diesem Artikel zeige ich dir die häufigsten Ursachen, worauf du achten solltest und welche Erfahrungen ich als Ernährungsberaterin und Hundesalon-Besitzerin in den letzten Jahren gemacht habe.
Die häufigsten Ursachen für juckende Ohren
Juckende Ohren sind keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Die eigentliche Ursache kann von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein.
Während manche Hunde lediglich vermehrt Ohrenschmalz bilden, leiden andere unter Hefepilzen, Allergien, Futtermittelunverträglichkeiten oder wiederkehrenden Entzündungen. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen und nicht nur die sichtbaren Beläge im Ohr zu behandeln.
Im Folgenden findest du die häufigsten Ursachen für juckende Hundeohren.
Brauner Belag im Ohr
Viele Hundehalter entdecken zunächst braunen Belag oder dunkles Ohrenschmalz im Ohr ihres Hundes. Oft wird das Ohr gereinigt und kurze Zeit später ist der Belag wieder da.
Wichtig zu wissen: Brauner Belag ist keine Diagnose, sondern zunächst nur ein Symptom. Dahinter können verschiedene Ursachen stecken.
Manche Hunde produzieren von Natur aus etwas mehr Ohrenschmalz als andere. Häufiger steckt jedoch eine Reizung oder ein Ungleichgewicht im Ohr dahinter. Besonders wenn der Belag mit Juckreiz, Kopfschütteln, unangenehmem Geruch oder geröteten Ohren einhergeht, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Viele Besitzer beschreiben den Geruch als hefig, süßlich oder leicht ranzig. Gerade in Kombination mit braunem, schmierigen Belag kann dies ein Hinweis auf eine übermäßige Vermehrung von Hefepilzen sein.
Aus meiner Erfahrung wird das Problem oft zu spät ernst genommen. Viele Besitzer reinigen die Ohren immer wieder, obwohl sich der Belag ständig neu bildet. Genau das ist häufig ein Zeichen dafür, dass die eigentliche Ursache noch nicht gefunden wurde.

Hefepilze (Malassezien)
Eine der häufigsten Ursachen für braunen Belag und juckende Hundeohren sind sogenannte Malassezien. Dabei handelt es sich um Hefepilze, die natürlicherweise auf der Haut vieler Hunde vorkommen.
Probleme entstehen erst dann, wenn sie sich übermäßig vermehren. Das geschieht häufig in einem warmen, feuchten Milieu, wie es besonders bei Hängeohren oder schlecht belüfteten Ohren vorkommt.
Typische Anzeichen sind brauner, teilweise fettiger Belag im Ohr, starker Juckreiz, häufiges Kopfschütteln und ein unangenehmer, oft süßlich-hefiger Geruch. Viele Besitzer beschreiben die Ohren als „ständig dreckig“, obwohl sie regelmäßig gereinigt werden.
Aus meiner Erfahrung treten Malassezien häufig nicht allein auf. Oft sehe ich gleichzeitig weitere Symptome wie Pfotenlecken, tränende Augen, Hautprobleme oder wiederkehrende Ohrenentzündungen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur das Ohr selbst zu behandeln, sondern den Hund immer ganzheitlich zu betrachten.
Wichtig zu wissen: Malassezien sind bei vielen Hunden in kleiner Zahl völlig normal und gehören zur natürlichen Hautflora. Erst wenn sich die Bedingungen im Ohr verändern, können sie sich übermäßig vermehren und Beschwerden verursachen. Deshalb ist der Hefepilz häufig nicht die eigentliche Ursache des Problems, sondern eher ein Hinweis darauf, dass im Ohr oder im Organismus bereits ein Ungleichgewicht besteht.
💡 Aus meiner Erfahrung
Immer wieder betreue ich Hunde mit wiederkehrenden Ohrenproblemen, bei denen auch die Fütterung genauer betrachtet werden muss. Dabei achte ich unter anderem auf Zutaten wie Hefeextrakte, Bierhefe, Geschmacksverstärker oder andere mögliche Allergene.
Obwohl Hefezusätze im Futter nicht automatisch Hefepilze im Ohr verursachen, kann es bei empfindlichen Hunden sinnvoll sein, die Zusammensetzung des Futters kritisch zu prüfen und mögliche Unverträglichkeiten auszuschließen.
Feuchtigkeit, Fell und mangelnde Belüftung
Gerade bei vielen kleinen Hunderassen sorgen lange Haare, dichte Behaarung und schwere Hängeohren dafür, dass das Ohr schlecht belüftet wird. Im Ohr entsteht dadurch ein warmes und feuchtes Klima – ideale Bedingungen für Bakterien und Hefepilze.
Besonders häufig sehe ich dieses Problem bei Hunden mit sehr dichter Behaarung im Ohrbereich oder mit langen Haaren unterhalb der Ohrlappen. Die Luft kann nicht mehr ausreichend zirkulieren und Feuchtigkeit bleibt länger im Ohr zurück.
Hinzu kommen Hunde, die gerne schwimmen oder regelmäßig gebadet werden. Gelangt Wasser ins Ohr und trocknet nicht vollständig ab, können sich Mikroorganismen leichter vermehren.
Aus meiner Erfahrung lohnt sich deshalb oft ein genauer Blick auf die Fellpflege rund um das Ohr. Eine gute Belüftung kann helfen, wiederkehrende Ohrprobleme zu reduzieren.
Fremdkörper im Ohr
Manchmal steckt hinter plötzlichem Kopfschütteln oder heftigem Kratzen am Ohr ein ganz anderer Auslöser: ein Fremdkörper im Gehörgang.
Besonders während der Grannenzeit kommt das häufig vor. Die kleinen Pflanzenteile können tief in den Gehörgang eindringen und dort starke Reizungen verursachen.
Typisch ist, dass die Beschwerden sehr plötzlich beginnen. Der Hund schüttelt den Kopf, kratzt sich intensiv an einem Ohr oder reagiert empfindlich auf Berührungen.
In solchen Fällen sollte das Ohr möglichst schnell tierärztlich untersucht werden. Je länger ein Fremdkörper im Ohr verbleibt, desto größer ist das Risiko für Entzündungen und Verletzungen.
Allergien und Futterunverträglichkeiten
Aus meiner Erfahrung gehören Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten zu den häufigsten Ursachen für chronische Ohrenprobleme. Viele betroffene Hunde zeigen nicht nur Beschwerden an den Ohren, sondern gleichzeitig weitere Symptome wie Pfotenlecken, tränende Augen, Juckreiz, Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden.
Das Schwierige dabei: Die eigentliche Ursache sitzt oft nicht im Ohr selbst. Das Ohr ist lediglich der Ort, an dem sich das Problem sichtbar zeigt.
Besonders aufmerksam werde ich, wenn die Ohren immer wieder verschmutzen, obwohl sie regelmäßig gereinigt werden oder bereits mehrfach behandelt wurden. In solchen Fällen lohnt es sich, die Ernährung genauer unter die Lupe zu nehmen.
Nicht jeder Hund mit juckenden Ohren hat automatisch eine Futtermittelunverträglichkeit. Dennoch beobachte ich in der Praxis immer wieder, dass sich Ohrprobleme verbessern können, wenn mögliche Auslöser in der Fütterung erkannt und konsequent vermieden werden.
Deshalb betrachte ich Hunde mit wiederkehrenden Ohrenproblemen immer ganzheitlich und schaue nicht nur ins Ohr, sondern auch in den Napf.
Gerade wenn ein Hund dauerhaft die Ohren kratzt, lohnt sich ein Blick auf mögliche Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten
Welche Rolle spielen Ernährung und Darmgesundheit?
Nicht jeder Hund mit juckenden Ohren hat automatisch ein Ernährungsproblem. Dennoch lohnt sich aus meiner Erfahrung immer auch ein Blick auf die Fütterung.
Viele Hunde mit wiederkehrenden Ohrenproblemen zeigen gleichzeitig weitere Auffälligkeiten.
Dazu gehören beispielsweise:
- ständiges Pfotenlecken
- tränende Augen oder Tränenflecken
- Juckreiz an verschiedenen Körperstellen
- Hautprobleme oder gerötete Haut
- wiederkehrende Analdrüsenprobleme
- empfindliche Verdauung
- weicher Kot oder häufige Magen-Darm-Beschwerden
Gerade bei diesen Hunden reicht es oft nicht aus, nur die Ohren zu reinigen oder kurzfristig zu behandeln. Deshalb schaue ich in meiner Ernährungsberatung immer den gesamten Hund an und nicht nur das betroffene Ohr.

Ein großer Teil des Immunsystems befindet sich im Darm. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht oder reagiert der Hund empfindlich auf bestimmte Bestandteile seines Futters, kann sich das auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Bei manchen Hunden zeigen sich die Probleme über die Haut, bei anderen über die Ohren oder den Verdauungstrakt.
Deshalb gehört für mich bei chronischen Ohrproblemen immer auch ein Blick in den Napf dazu.
💡Meine Erfahrung am eigenen Hund
Besonders geprägt hat mich meine eigene Hündin. Sie litt schon als ich sie mit 3 Monaten bekommen habe immer wieder unter juckenden Ohren, braunem Ohrensekret, Pfotenlecken, tränenden Augen und regelmäßig auffälligen Analdrüsen.
Wie viele Hundehalter wollte ich zunächst herausfinden, worauf sie reagiert. Deshalb führte der erste Weg zum Allergietest. Die Ergebnisse waren jedoch nur bedingt hilfreich. Das Problem bei solchen Tests ist, dass sie zwar Hinweise liefern können, aber nicht immer die tatsächlichen Auslöser im Alltag zeigen.
Also begann ich, mein eigenes Wissen anzuwenden. Ich stellte die Ernährung Schritt für Schritt um und führte eine konsequente Eliminationsdiät durch. Dabei wurde genau beobachtet, welche Futtermittel sie gut verträgt und bei welchen die Beschwerden wieder auftreten.
Mit der Zeit zeigte sich immer deutlicher ein Muster. Bekam sie unverträgliche Bestandteile im Futter, reagierte ihr Körper oft sehr schnell. Häufig waren die Ohren das erste Warnsignal. Es bildete sich wieder mehr Ohrensekret, sie begann den Kopf zu schütteln und die Ohren zu kratzen. Oft folgten dann weitere Symptome wie Pfotenlecken oder Probleme mit den Analdrüsen.
Parallel dazu arbeitete ich gezielt am Darmaufbau. Das war kein schneller Weg und auch keine Lösung über Nacht. Insgesamt dauerte es fast ein Jahr, bis sich die Situation stabilisiert hatte.
Heute ist meine Hündin zu etwa 95 Prozent beschwerdefrei. Natürlich passiert es gelegentlich noch, dass sie etwas frisst, das sie nicht gut verträgt. Das Interessante dabei: Die Ohren gehören nach wie vor zu den ersten Bereichen, an denen ich erkenne, dass etwas nicht stimmt. Reagiere ich frühzeitig, lassen sich die Beschwerden meist schnell wieder in den Griff bekommen.
Genau deshalb schaue ich bei Hunden mit chronischen Ohrproblemen nicht nur auf das Ohr selbst. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich oft, den gesamten Hund zu betrachten und dabei insbesondere Ernährung und Darmgesundheit nicht außer Acht zu lassen.
Was kannst du selbst tun?
Nicht jedes juckende Hundeohr ist sofort ein Notfall. Gerade bei wiederkehrenden Ohrproblemen können Hundehalter selbst einiges tun, um die Ohren ihres Hundes zu unterstützen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Ohren regelmäßig kontrollieren
Wer die Ohren seines Hundes regelmäßig anschaut, erkennt Veränderungen oft deutlich früher. Achte auf Rötungen, unangenehmen Geruch, vermehrtes Ohrenschmalz oder braunen Belag.
Die Belüftung der Ohren verbessern
Besonders bei Hunden mit Hängeohren ( besonders Cocker Spaniel und deren Mischlinge haben ein dickes Ohrenleder) oder starker Behaarung kann eine gute Luftzirkulation helfen. Dichtes Fell rund um die Ohren kann Feuchtigkeit und Wärme festhalten und damit ideale Bedingungen für Bakterien und Hefepilze schaffen. Hilfe bekommst du in einem Hundesalon.
Nach dem Schwimmen die Ohren beobachten
Wasser im Ohr kann bei empfindlichen Hunden Probleme begünstigen. Kontrolliere die Ohren deshalb nach dem Baden oder Schwimmen besonders sorgfältig und trockne diese.
Die Ernährung nicht außer Acht lassen
Wenn Ohrprobleme immer wieder auftreten oder zusätzlich Symptome wie Pfotenlecken, Juckreiz, Tränenflecken oder Analdrüsenprobleme vorhanden sind, lohnt sich ein Blick auf die Fütterung.
Keine Wattestäbchen verwenden
Wattestäbchen schieben Ohrenschmalz und Schmutz häufig tiefer in den Gehörgang. Gereinigt werden sollte nur der sichtbare Bereich der Ohrmuschel.
Nicht ständig reinigen
Viele Hundehalter reinigen die Ohren immer häufiger, wenn sich Beläge bilden. Wichtig ist jedoch, die Ursache zu finden. Häufiges Reinigen allein löst das eigentliche Problem meist nicht dauerhaft.
💡 Experten-Tipp: Hundeohren richtig reinigen
Bei der Ohrreinigung werden viele Fehler gemacht. Dabei kann eine schonende Reinigung helfen, die Ohren sauber zu halten und Probleme frühzeitig zu erkennen.
- Ohrreiniger vor der Anwendung leicht anwärmen. Kalte Tropfen werden von vielen Hunden als unangenehm empfunden.
- Den Ohrreiniger in den Gehörgang geben und den Ohransatz vorsichtig massieren. Es gibt auch ein Reinigungsgel, welches von den empfindlichen Hunde viel besser akzeptiert wird.
- Anschließend den Hund den Kopf schütteln lassen. Am besten funktioniert das im Freien, da durch die Schleuderkraft bereits viel Schmutz und Sekret nach außen befördert wird.
- Müssen Medikamente ins Ohr gegeben werden, sollte das Ohr zuerst gereinigt werden. Erst danach werden die verordneten Ohrentropfen angewendet.
Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?
Nicht jedes juckende Ohr ist sofort ein Notfall. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll oder sogar dringend notwendig ist.
Suche bitte einen Tierarzt auf, wenn:
- dein Hund plötzlich extrem häufig und stark den Kopf schüttelt
- er sich ständig an einem Ohr kratzt, hier ist die gefähr das Bakterien ins Ohr gelangen
- die Ohren sehr stark gerötet und geschwollen sind
- ein unangenehmer oder fauliger Geruch entsteht
- eitriger oder blutiger Ausfluss sichtbar ist
- dein Hund Berührungen am Kopf nicht mehr zulässt
- der Verdacht auf einen Fremdkörper oder eine Granne besteht
- die Beschwerden trotz Pflege immer wieder auftreten
Gerade bei wiederkehrenden Ohrproblemen lohnt sich eine genaue Untersuchung. Ein Tierarzt kann mit einem Otoskop den Gehörgang kontrollieren, einen Abstrich machen und feststellen, ob beispielsweise Hefepilze, Bakterien, Parasiten oder andere Ursachen hinter den Beschwerden stecken.
Je früher die Ursache erkannt wird, desto einfacher lassen sich viele Ohrprobleme behandeln. Nicht selten sehe ich in meinem Salon klebrige vereiterte Ohren oder Ohren die schon dick wie Elefantenhaut sind.
💡 Mein Tipp aus der Praxis
Die Ohren gehören für mich zu den wichtigsten Frühwarnsystemen des Hundes. Viele Hunde zeigen hier als Erstes, dass etwas im Körper nicht stimmt. Wer Veränderungen früh erkennt und nicht nur die Symptome behandelt, kann seinem Hund oft viel Leid ersparen.
Häugige Fragen zum Thema
Warum hat mein Hund braunen Belag im Ohr?
Brauner Belag im Hundeohr ist zunächst keine eigene Erkrankung, sondern ein Symptom. Dahinter können verschiedene Ursachen stecken, darunter Hefepilze (Malassezien), Ohrenentzündungen, Allergien, Futtermittelunverträglichkeiten, Ohrmilben oder eine mangelnde Belüftung des Ohres.
Wird der Belag immer wieder sichtbar, obwohl die Ohren regelmäßig gereinigt werden, sollte die Ursache genauer untersucht werden. Besonders wenn zusätzlich Juckreiz, Kopfschütteln oder ein unangenehmer Geruch auftreten, steckt häufig mehr dahinter als nur vermehrtes Ohrenschmalz.
Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, nicht nur den Belag zu entfernen, sondern herauszufinden, warum er überhaupt entsteht.
Warum schüttelt mein Hund ständig den Kopf?
Häufiges Kopfschütteln ist ein typisches Anzeichen dafür, dass etwas im Ohr stört. Die Ursache kann harmlos sein, beispielsweise etwas Wasser im Ohr nach dem Schwimmen. Häufig stecken jedoch Juckreiz, Hefepilze, eine Ohrenentzündung, Allergien oder sogar ein Fremdkörper dahinter.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn dein Hund zusätzlich die Ohren kratzt, unangenehm riechende Ohren hat oder sich plötzlich sehr häufig schüttelt. In diesen Fällen lohnt es sich, die Ohren genauer zu kontrollieren und gegebenenfalls tierärztlich untersuchen zu lassen.
Aus meiner Erfahrung ist Kopfschütteln oft eines der ersten Warnsignale, dass sich im Ohr etwas verändert hat.
Können Allergien Ohrenprobleme beim Hund verursachen?
Ja, Allergien gehören zu den häufigsten Ursachen für wiederkehrende Ohrenprobleme beim Hund. Dabei kann es sich sowohl um Umweltallergien, beispielsweise auf Pollen oder Hausstaubmilben, als auch um Futtermittelunverträglichkeiten handeln.
Viele betroffene Hunde zeigen neben juckenden Ohren noch weitere Symptome wie:
- Pfotenlecken
- tränende Augen
- Hautprobleme
- Juckreiz an Bauch oder Pfoten
- wiederkehrende Analdrüsenprobleme
Aus meiner Erfahrung werden die Ohren oft als erstes auffällig. Es bildet sich vermehrt Ohrensekret, die Hunde schütteln häufiger den Kopf oder beginnen verstärkt an den Ohren zu kratzen.
Deshalb lohnt es sich bei chronischen Ohrproblemen, nicht nur das Ohr selbst zu behandeln, sondern den Hund ganzheitlich zu betrachten und mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten in die Ursachenforschung einzubeziehen.
Was hilft gegen stinkende Hundeohren?
Unangenehm riechende Hundeohren sind häufig ein Hinweis darauf, dass das natürliche Gleichgewicht im Ohr gestört ist. Besonders Hefepilze (Malassezien), Bakterien oder Entzündungen können einen auffälligen, teilweise hefigen oder ranzigen Geruch verursachen.
Wichtig ist, die Ursache zu finden und nicht nur den Geruch zu überdecken. Eine regelmäßige Kontrolle der Ohren, eine schonende Reinigung und gegebenenfalls eine tierärztliche Untersuchung können helfen, die Auslöser zu erkennen.
Treten zusätzlich Symptome wie brauner Belag, Juckreiz, Kopfschütteln oder Schmerzen auf, sollte das Ohr genauer untersucht werden. Gerade bei wiederkehrenden Problemen lohnt sich oft auch ein Blick auf mögliche Allergien, Futtermittelunverträglichkeiten oder andere Ursachen.
Aus meiner Erfahrung verschwinden stinkende Ohren meist erst dauerhaft, wenn die eigentliche Ursache behoben wird.
Wie oft sollte man Hundeohren reinigen?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wie oft Hundeohren gereinigt werden sollten, hängt von der Rasse, der Ohrform, der Behaarung und der individuellen Veranlagung des Hundes ab.
Manche Hunde benötigen ihr Leben lang kaum Ohrpflege, während andere regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden sollten. Besonders Hunde mit Hängeohren, dichter Behaarung oder einer Neigung zu Ohrenproblemen profitieren von einer regelmäßigen Kontrolle.
Wichtig ist: Nicht jedes Ohr muss ständig gereinigt werden. Zu häufiges Reinigen kann die empfindliche Haut im Gehörgang reizen und das natürliche Gleichgewicht stören.
Aus meiner Erfahrung ist es sinnvoller, die Ohren regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen, anstatt nach einem festen Zeitplan zu arbeiten. Achte dabei auf Veränderungen wie Geruch, Rötungen, vermehrten Belag oder häufiges Kopfschütteln.
Wenn dein Hund immer wieder Ohrprobleme entwickelt, sollte nicht nur gereinigt, sondern auch nach der eigentlichen Ursache gesucht werden.
Können Ohrmilben braunen Belag im Ohr verursachen?
Ja, Ohrmilben können zu braunem Belag im Hundeohr führen. Der Belag erinnert oft an feinen Kaffeesatz und wird meist von starkem Juckreiz begleitet.
Betroffene Hunde kratzen sich häufig an den Ohren, schütteln den Kopf oder reagieren empfindlich auf Berührungen im Ohrbereich. Besonders junge Hunde oder Hunde mit engem Kontakt zu anderen Tieren können betroffen sein.
Allerdings verursachen nicht nur Ohrmilben braune Beläge im Ohr. Auch Hefepilze, Bakterien, Allergien oder andere Ohrprobleme können ähnliche Symptome hervorrufen. Deshalb lässt sich allein anhand des Belags nicht sicher feststellen, was die Ursache ist.
Können Ohrenprobleme beim Hund durch das Futter verursacht werden?
Ja, bei manchen Hunden können Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien zu wiederkehrenden Ohrenproblemen beitragen. Besonders wenn zusätzlich Symptome wie Pfotenlecken, Juckreiz, tränende Augen, Hautprobleme oder Analdrüsenbeschwerden auftreten, lohnt sich ein genauer Blick auf die Ernährung.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Ohrproblem automatisch durch das Futter verursacht wird. Auch Hefepilze, Bakterien, Ohrmilben, Fremdkörper oder anatomische Besonderheiten können eine Rolle spielen.
Aus meiner Erfahrung reagieren manche Hunde sehr sensibel auf bestimmte Futterbestandteile. Werden diese erkannt und konsequent vermieden, können sich auch die Ohren deutlich beruhigen.
Deshalb gehört für mich bei chronischen Ohrproblemen immer auch die Frage dazu: Was landet täglich im Napf?
Warum bekommt mein Hund immer wieder Ohrenentzündungen?
Wiederkehrende Ohrenentzündungen sind häufig ein Hinweis darauf, dass die eigentliche Ursache noch nicht gefunden wurde. Zwar lassen sich die Beschwerden oft kurzfristig behandeln, doch wenn der Auslöser bestehen bleibt, kehren die Probleme meist zurück.
Können Hefepilze im Hundeohr von allein verschwinden?
Leichte Veränderungen können sich gelegentlich von selbst wieder normalisieren. Haben sich Hefepilze jedoch bereits stark vermehrt und verursachen Juckreiz, Geruch, Kopfschütteln oder braunen Belag, verschwinden die Beschwerden meist nicht dauerhaft ohne Behandlung.
Wichtig ist dabei zu verstehen, dass Hefepilze häufig nicht die eigentliche Ursache sind. Oft liegt bereits eine Reizung, Allergie, Futtermittelunverträglichkeit oder ein anderes Problem vor, das die Vermehrung der Hefepilze begünstigt.
Deshalb reicht es in vielen Fällen nicht aus, nur die Hefepilze zu bekämpfen. Entscheidend ist, die Ursache zu erkennen und zu beheben, damit die Beschwerden nicht immer wieder zurückkehren.
Je früher Veränderungen im Ohr bemerkt werden, desto einfacher lassen sich viele Probleme in den Griff bekommen.
